Gendersensibilisierung in der Ausbildung von Natur- und Techniklehrpersonen
DOI:
https://doi.org/10.33683/dida.22.05.06Schlagworte:
Gender, Lehrpersonenbildung, Natur- und Technikunterricht, nationale Kooperationen, NaturwissenschaftsdidaktikAbstract
In den Fachdidaktiken der naturwissenschaftlich-technischen Fächer wird die Berücksichtigung der Diversitätsdimension Gender bereits seit Jahrzehnten diskutiert. Eine Reduktion von Geschlechterdifferenzen bei Interesse, Leistung und Selbstkonzept gilt nämlich unter anderem als eine Voraussetzung für die ausgeglichene Teilhabe der Geschlechter in MINT-Berufen. Einen wichtigen Einfluss üben Lehrpersonen durch den Unterricht auf der Sekundarstufe I im Fach Natur und Technik aus. Daher rückt die Lehrpersonenbildung in den letzten Jahren vermehrt in den Fokus der Bestrebungen. Verschiedene Entwicklungsprojekte zielen darauf ab, die Genderkompetenz von angehenden Lehrpersonen für das Fach Natur und Technik dauerhaft zu erhöhen, indem diese für die Problematik sensibilisiert und dazu befähigt werden, einen gendergerechten Natur- und Technikunterricht durchzuführen. Durch PH- übergreifende Kooperationen soll mit Unterstützung des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann eine langfristige und strukturelle Wirkung in der Lehrpersonenbildung der Deutschschweiz erreicht werden.
Der Beitrag gibt Einblicke in laufende Entwicklungsprojekte und die Begleitforschung, die Erkenntnisse liefern soll zu den Fähigkeiten angehender Lehrpersonen, genderrelevante Faktoren in Unterrichtssituationen wahrzunehmen und zu interpretieren.

