Operationsverständnis erfassen und fördern
DOI:
https://doi.org/10.33683/dida.22.05.34Schlagworte:
Operationsverständnis, Darstellungswechsel, Rechenschwierigkeiten, unterrichtsintegrierte Fördereinheiten, TestentwicklungAbstract
Ein nicht ausgeprägtes Operationsverständnis gilt als ein wesentliches Merkmal von Rechenschwäche. Dem Aufbau eines tragfähigen Verständnisses der Grundrechenarten in den ersten Schuljahren kommt daher eine wichtige Bedeutung zu.
Die hier vorgestellte Studie hat zum einen das Ziel ein Instrument zu entwickeln, mit dem das Operationsverständnis von Kindern im 2. Schuljahr valide und reliabel erfasst werden kann. Zum anderen fokussiert sie auf die Frage, ob eine unterrichtsintegrierte Förderung des Operationsverständnisses mit einem Effekt auf die Lernleistung der Kinder einhergeht. Dazu wurden Unterrichtsmaterialien zur Förderung des Operationsverständnisses entwickelt, erprobt und evaluiert. Es handelt sich dabei um insgesamt 16 Fördereinheiten, die im Schuljahr 2019/20 während einer Dauer von insgesamt vier Monaten in kooperativen Settings im regulären Unterricht eingesetzt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Testentwicklung insgesamt gelungen ist. Die Wirksamkeit der Intervention konnte dagegen nicht nachgewiesen werden, was aber evtl. auf die Einschränkungen durch die Covid-19-Pandemie zurückzuführen ist.

